Project Description

Vom 25. bis 27. Juni 2019 veranstaltete Cerner das jährliche i.s.h.med live Event in Berlin. Better Healthcare war dabei. Auf dieser Veranstaltung präsentierten Cerner und Partner die neuesten Entwicklungen im Bereich i.s.h.med und die Zukunftsvision für Neuentwicklungen, anhand einer Roadmap.

Wie geht es weiter?

Die wichtigste Entwicklung ist Next Gen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine ePa der nächsten Generation: eine Cloud-basierte elektronische Patientenakte, die sich durch eine offene Architektur auszeichnet. Dank der Architektur können Daten einfach ausgelesen werden und es ist Raum für Innovationen. Basierend auf der Cloud-Plattform von SAP entwickelt Cerner derzeit einen Nachfolger für i.s.h.med.

Zu den Vorteilen der neuen Plattform gehören eine höhere Leistung, eine einfache Integration und eine stark verbesserte und anwenderorientierte Benutzeroberfläche. Außerdem können durch den Einsatz der Cloud-Technologie neue Entwicklungen viel schneller zur Verfügung gestellt werden.

Next Gen kann auf verschiedenen Cloud-Plattformen laufen, wie z.B. Microsoft Azure oder SAP-Cloud. Das bedeutet, dass die Infrastruktur auch in einem Service-Modell (IaaS) bezogen werden kann.

Mehr Funktionalität auf der i.s.h.med-Plattform

Eine auffällige Entwicklung: Es gibt immer mehr Partner, die eine App für i.s.h.med liefern. Ein Beispiel ist Medanets: Sie liefern eine App, mit der das Pflegepersonal direkt über ein Smartphone auf i.s.h.med zugreifen kann. Damit kann man Patientendaten einsehen und Aktivitäten registrieren (z. B. Blutdruck oder Medikation). Diese Daten werden nicht auf dem Telefon gespeichert, sondern direkt in der ePA verarbeitet.

Eine weitere Entwicklung ist die klinische Entscheidungsunterstützung (clinical decision support), bei der eindeutig basierte Inhalte direkt aus i.s.h.med abgerufen werden können, um bei der Entscheidung von komplexe Fälle oder der Medikamentengabe zu unterstützen.

Regionale Entwicklung im Gesundheitswesen

Darüber hinaus ist eine rasante Entwicklung bei den Anwendungen für Population Health Management zu sehen. Hier werden die Pflege- und Gesundheitsaspekte einer großen Gruppe von Menschen vorhergesagt, indem die im Gesundheitsnetzwerk bekannten Daten um Patientengruppen optimal genutzt werden.

Technische Entwicklungen machen es möglich, Datenanalysen auf großen Mengen von (un)strukturierten Daten durchzuführen (Big Data). Des Weiteren ist es auch wünschenswert in Behandlungsketten zusammenzuarbeiten, um den Patienten in seinem Pflegeprozess zu entlasten. Das Ergebnis ist, dass solche Anwendungen auf dem Vormarsch sind. Dank der offenen Struktur und der Verfügbarkeit von standardisierten Daten ist I.s.h.med Next Gen für den Einsatz von Population Health Management und Datenaustausch in der Region geeignet. Die Krankenversicherer konzentrieren sich zunehmend auf Systeme zur Kontrolle der Gesundheitskosten. Außerdem konzentrieren sie sich proaktiv auf Prävention statt auf die Behandlung von Krankheiten. Das niederländische Gesundheitssystem ist mit seinem derzeitigen Aufbau noch nicht bereit dafür.